© Amrei Fechner

 

Der Herr ist mein Hirte . . .

Ich gebe es zu, ausgerechnet mit diesem Psalm, den viele auswendig können und als tröstlich erleben, konnte ich einige Zeit nicht viel anfangen. Erst als Psalm 23 in einen Bibelseminar Thema war, konnte ich etwas über den Glauben lernen und der tröstliche Inhalt mir klar.

Da ist von einem Hirten die Rede, dieser steht sinnbildlich für Jesus, der sich selbst den guten Hirten nennt. Es ist von einer grünen Weide und frischem Wasser die Rede, den Grundbedürfnissen von Schafen, die hier symbolisch für uns Menschen stehen.

Für die Worte Dein Stecken und Staab trösten mich gibt es eine Erklärung.    

In biblischen Zeiten stapften die Hirten mit einem Stecken immer wieder auf den Boden. Durch das Geräusch konnten sich die Schafe, auch in den bergigen Gegenden Israels, orientieren wo der Hirte ist, auch wenn sie ihn nicht sehen konnten. Es tröstet, zu wissen, dass der Hirte Jesus da ist. Da ist einer der auf uns aufpasst und uns tröstet.

  




   

 


DER OCHSE                                             

 

Beim Wegräumen der Figuren aus der Weihnachtskrippe halte ich ihn in der Hand und betrachte ihn eine Weile. Im chinesischen Kalender ist das Jahr 2021 das Jahr des Ochsen. Der Ochse, der stoisch seine Arbeit verrichtet oder wie es in der Bibel heißt, sein Joch trägt, steht sinnbildlich für die Geduld. 

Geduld ist im Moment gefragt, geduldig sollen wir warten bis der Lookdown vorbei ist, bis der Impfstoff kommt, bis wir uns wieder treffen und auch Gottesdienst feiern können. 

Ein altes Wort für Geduld ist Langmut, darin steckt nicht nur das lang, das uns an Langeweile erinnert, sondern auch das Wort Mut. Mut – wirkt dieses Wort, im Zusammenhang mit Geduld, nicht fehl am Platz?  Und doch brauchen wir Mut – Mut, um unseren Alltag zu leben, Mut mit schlechten Nachrichten umzugehen, Mut zur Hoffnung.

 

Starten wir geduldig und mutig in dieses Jahr 2021 






Die Stechpalme, auch Ilex genannt, ist der Baum des Jahres 2021.

Da Bäume mit immergrünem Laub in Mitteleuropa sehr selten sind, wurden von Germanen und Kelten Stechpalmen genutzt, um Wohnräume aber auch Ställe, in der dunklen Jahreszeit, zu schmücken – um gute Geister und Feen anzulocken.

Am Palmsonntag wird des Einzugs Jesu in Jerusalem gedacht. Zu diesem christlichen Feiertag werden in der gemäßigten Klimazone - mangels echter Palmenzweige - die Zweige von immergrünen Pflanzen, wie Ilex und Buchs als Schmuck für Kirchen am Palmsonntag genutzt. Der Namensteil Palme, lässt sich damit erklären. 

Die Stechpalmenpflanze hat dornige Blätter, diese stehen für alles Schwere und Verletzende, das uns auch 2021 nicht erspart bleiben wird. Und sie trägt sattgrünes Laub und kräftig rote Beeren, das sind die Farben der Hoffnung und der Liebe. Im Christentum gelten immergrüne Pflanzen als Zeichen des ewigen Lebens.  

Ihre Beeren sind giftig, und doch wunderschön und rot wie die Liebe, die Euch durch das Jahr 2021 begleiten soll.

Eure Ria Heim 







 Wenn es Dir schlecht geht, sei dankbar.

Diesen, auf den ersten Blick widersprüchlichen, Rat las ich vor einiger Zeit in einem Magazin. Dabei war dies nicht platt gemeint, so in der Art: Lächle und sei froh es könnte schlimmer sein. Nein - in dem Artikel ging es vielmehr darum, sich nicht ausschließlich auf das Schlechte zu konzentrieren, sondern wenn möglich den Blick auf das Glück im Unglück zu lenken.

Habe ich einen anstrengenden Arzttermin, kann ich dankbar sein, dass meine Tochter mich dorthin begleitet. Ich bin sehr traurig, weil unsere alte Katze gestorben ist, doch bin auch dankbar für jeden Tag, an dem wir sie bei uns hatten – 14 Jahre lang. 

Nun da ich, in Zeiten von Corona ein paar Zeilen zum Thema Danken schreiben will, fällt mir diese Denkweise wieder ein, denn auch das komm mir zuerst wie ein Widerspruch vor. Gerade jetzt, wo die Zahl der Infizierten wieder ansteigt, frage ich mich, wie denn das weitergehen soll. Die Corona Pandemie ist eine Herausforderung und hält auch künftig noch viele Fragen für uns alle bereit.

Versuchen wir auch hier, Dankbarkeit walten zu lassen, etwa für unsere Ärzte und Krankenschwestern, und allen anderen die in dieser schweren Zeit, unser Land am Laufen halten.

Auch Dir fällt sicher etwas ein, wofür du dankbar bist  . . . . 


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                  Auf diesem Bild sieht man, dass die Gleise für die kleine Bahn hier zu Ende sind.

                   Wer das nicht bemerkt und weiterfährt, wird jäh ausgebremst. Hier geht es nur

                   noch zu Fuß weiter, langsamer und beschwerlicher, aber - es geht weiter.

                   Auch auf dem Weg durchs Leben gibt es solche Situationen. Mitunter bemerken

                   wir nicht, dass wir auf Abwegen unterwegs sind oder sehen keinen Ausweg mehr.

                   Beschwerlich oder auf Umwegen, aber irgendwie geht es weiter.    


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